Schwerpunkt auf Nachwuchsgewinnung – Kinderfeuerwehr ist geplant
– Sicherheit über Generationen hinweg

Bei der 145. Hauptversammlung wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Bei 19 Einsätzen stellte die Freiwillige Feuerwehr Oberbeuren ihr Können unter Beweis. Zahlreiche Lehrgänge wurden von vielen der 44 aktiven Mitglieder besucht. Für 2016 wird der Schwerpunkt auf Nachwuchsgewinnung gelegt und eine Kinderfeuerwehr in´s Leben gerufen. Bürgermeister Bucher lobte die Wehr und sagte weiterhin Unterstützung zu. Mehrere Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft.

Vorstand Michael Waldner begrüßte alle anwesenden Mitglieder und Gäste und entschuldigte Pfarrer Bernhard Walter, dem 2 Notfälle dazwischen kamen. „Ich danke euch ganz herzlich für eure Dienste als Feuerwehrler im Lauf des Jahres. Ihr übernehmt Verantwortung, investiert eure Zeit, eure Kompetenz und Kraft und macht einen wertvollen Dienst. Dafür möchte ich euch als Pfarrer herzlich danken“, so Waltner per e-mail kurz vor der Versammlung. Der Vorstand berichtete von den Vereinsaktivitäten. Vom Faschingsball, über die Teilnahme am Floriansgottesdienst, dem erfolgreichen Kegelturnier bis zur Weihnachtsfeier als Jahresabschluss. Besonders ging er auf das Partnerschaftstreffen im September ein. Zusammen mit den Kameraden aus Klausdorf (Schleswig-Holstein) erlebten die Oberbeurer Feuerwehrangehörigen ein tolles Wochenende mit Alpabtrieb in Immenstadt, einer Allgäu-Rundfahrt und einem Stadelfest. Das Highlight allerdings war die Ernennung des ehemaligen Klausdorfer Wehrführers Holger D´Avis zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberbeuren. Das war er leider nur 55 Tage, da er Mitte November nach längerer Krankheit gestorben war (AZ berichtete). Auch erfreuliches konnte er berichten: Der Verein ist seit 17.06.15 im Vereinsregister eingetragen und die aufgrund der Gemeinnützigkeit können ab 2016 auch Spendenquittungen ausgestellt werden. Aus den Reihen der jungen Kameraden hat sich eine Gruppe samt Freundinnen bereit erklärt, eine Kinderfeuerwehr in´s Leben zu rufen. Die erste Sitzung dazu fand bereits am 2.01.16 statt, die Vorbereitungen laufen und man ist gespannt, wie es konkret losgeht.

Schriftführerin Christine Thalmair verlas das Protokoll der vorjährigen Hauptversammlung. Der Kassenbericht wurde von Werner Hämmerle vorgetragen. Die Kassenprüfer Manfred Herb und Monika Strauß stellten eine soliden Kassenstand fest und konnten die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft vorschlagen, was die Versammlung auch einstimmig tat. Hans Schöpf berichtete in seinem Amt als Fähnrich von freudigen und traurigen Anlässen auf denen er und seine Begleiter mit der Vereinsfahne vertreten waren. Er appellierte an alle Anwesenden, sich als Fahnenbegleiter zur Verfügung zu stellen und bedankte sich bei seinen letztjährigen Helfern.

Kommandant Stefan Waldner fasste in seinem 9. Bericht das Jahr 2015 zusammen: Die Zahl der Aktiven beträgt aktuell 44, davon 1 Frau, 1 Zweitmitglied und 21 Atemschutzträger. Er empfahl dringend allen Anwesenden, junge Mädchen und Buben ab 12 Jahre für die Feuerwehr zu begeistern. Er rief das Ziel „20 bis 2020“ aus: 20 neue Mitglieder aller Altersklassen, also auch Quereinsteiger bis zum Jahr 2020. Wenn alle daran arbeiten, wird dies gelingen, so der Kommandant zuversichtlich.

Stadtbrandrat Thomas Vogt bedankte sich bei allen Feuerwehrdienstleistenden und deren Familien für den geleisteten Dienst und berichtete kurz über alle Einsätze im Stadtgebiet 2015, die erfolgte Einführung des Wechselladersystems, das zusammen mit dem THW betrieben wird, dem aktuellen Stand zur Erweiterung der Hauptwache und den anstehenden Aufgaben im Zusammenhang mit der Einführung des Digitalfunks in unserem Funkbereich. Trotz stabiler Mitgliederzahl lobte er das Bestreben der Oberbeurer, verstärkt Nachwuchs zu gewinnen, denn nur so sind die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen.

Bürgermeister Gerhard Bucher übermittelte die Grüße des Oberbürgermeisters, dankte allen Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Dienst und erklärte, er spüre den guten, engagierten Geist in der Feuerwehr Oberbeuren.

Vorstand Michael Waldner konnte folgende Ehrungen vornehmen: Für 25 Jahre Vereinstreue wurde Otto Nißl und für jeweils 50 Jahre Norbert Furchner, Hermann Heiß, Richard Müller und Josef Weiß geehrt.

Tobias Kleinheinz erhielt die Auszeichnung für 20 Jahre, Anton Meggle, Hans Schöpf, Armin Trinkwalder und Ralf Trinkwalder für 30 Jahre aktive Dienstzeit. Kommandant Stefan Waldner beförderte Sebastian Kuhbald zum Oberfeuerwehrmann und Sebastian Wischhöfer zum Löschmeister.

Ralf Trinkwalder nahm seine Ehrung zum Anlass, zur Versammlung zu sprechen. Er hob die Bedeutung des „besonderen Ehrenamtes Feuerwehr“ hervor, wo Bürger sich freiwillig zusammenfinden, um Pflichtaufgaben der Gemeinde wahr zu nehmen. Deshalb ist ein Vergleich oder eine Wahrnehmung einer Konkurrenzsituation mit anderen Vereinen keinesfalls richtig und forderte die politisch Verantwortlichen auf, mehr für die Nachwuchsgewinnung und die Förderung des Ehrenamtes in der Feuerwehr zu unternehmen. Eine entsprechende Wiedereinführung einer Brandschutzabgabe wie in früheren Zeiten oder der Erhalt von Rentenpunkten für die geleistete ehrenamtliche Zeit könnten ernsthafte Ansätze sein.

Wichtige Tagesordnungspunkte waren noch Wünsche und Anträge, sowie das Mannschaftsfoto aller Aktiven.

So war es ein Wunsch, eine Defi-Einweisung vorzunehmen, dem Vereinsmitglied Andreas Schießler gern nachkam. Es wurde wieder auf den „Frühjahrshoigata“ der Ehemaligen am Mittwoch 2. März hingewiesen. Schließlich wurde noch das Faschingsmotto bekannt gegeben: USA – im Land der unbegrenzten Möglichkeiten am Faschingssamstag im Pfarrzentrum mit „The Diamonds Revival Band“. Um 19.00 Uhr ist Einlass, Beginn um 20.00 Uhr. Der Greencard-Vorverkauf ist am Sonntag, 31.1.16 zwischen 17.00 und 18.00 Uhr im Gerätehaus in der Unteren Gasse 29.

Bericht in der Allgäuer Zeitung vom 15.01.16

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